Die Google Story | Don’t be evil | 2
Shownotes
Folge 2/4: Google wächst rasant, aber verdient kaum Geld. Die Investoren verlieren die Geduld und und stellen Page und Brin ein Ultimatum: Sie sollen sich einen einen „erwachsenen Aufpasser“ suchen, einen erfahrenen CEO. Und ausgerechnet mit Werbung, die die Gründer immer verachtet haben, findet Google sein Geschäftsmodell. AdWords macht die Suchmaschine zur Gelddruckmaschine — und stellt das Unternehmen vor eine Frage, die es nie wieder loslassen wird: Kann man Milliarden verdienen und trotzdem „nicht böse“ sein?
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Transkript anzeigen
00:00:01: Jörg.
00:00:33: Wie ihr wisst, wollen Larry und Sergey das Google anders bleibt als andere Firmen.
00:00:38: Nicht Profitgetrieben sondern auf die Nutzer fokussiert.
00:00:41: Auf gute Produkte und freien Zugang zur Information.
00:00:45: Aber je größer Google wird desto schwieriger wird es diese Werte zu leben.
00:00:50: Neue Leute kommen dazu Teams wachsen nicht mehr.
00:00:53: alle kennen alle.
00:00:54: Deshalb sollten wir heute festhalten wo für steht Google?
00:01:00: Sullivan schreibt an die Tafel Values of Google, Werte von Google.
00:01:06: Also Vorschläge?
00:01:09: Wir spielen ja auf Talkie auf dem Parkplatz also so was wie Spiele mit harten Bandagen aber lasst den Puck am Boden.
00:01:16: Okay, sportlich aber verantwortungsvoll!
00:01:20: So etwas wie Google wird sich bemühen seine Verpflichtungen zu erfüllen.
00:01:25: Gut, Verlässlichkeit
00:01:27: Und Respekt und Teamwork Leute.
00:01:29: das ist so langweilig.
00:01:32: Am Tisch sitzt auch ein Programmierer namens Paul Buchheit.
00:01:36: Während die anderen Vorschläge machen, hat er die Arme verschränkt und sein Bein wippt unruhig unter dem Tisch.
00:01:42: Die ganze Runde schaut auf Buchheit – auch Sullivan!
00:01:46: Wie bitte?
00:01:47: Das ist Lame.
00:01:48: Genauso klingt ein großer langweiliger Konzern.
00:01:52: Ich war bei Intel, da macht man genau sowas.
00:01:55: Wertesammeln stundenlang diskutieren alles klingt toll und am Ende interessiert es keinen.
00:02:01: Okay, und hast du einen anderen Vorschlag?
00:02:04: Ja.
00:02:05: Don't be evil!
00:02:07: Sei nicht böse.
00:02:10: Einige am Tisch lachen... ...aber Bohait verzieht keine Mine.
00:02:14: Ich meine das ernst.
00:02:16: Don´t Be Evil
00:02:18: Aber das ist so negativ.
00:02:21: Können wir das nicht umformulieren in Do the right thing?
00:02:25: Nein, genau das ist das Problem.
00:02:28: Das ist weichgespült.
00:02:29: Das klingt nach irgendeiner Firma, nicht nach Google.
00:02:32: Aber Don't Be Evil klingt arrogant.
00:02:35: Als würden wir behaupten, alle anderen seien böse.
00:02:38: Es soll unbequem sein.
00:02:40: Wenn wir etwas diskutieren können wir fragen ist das evil?
00:02:44: Das versteht jeder sofort ohne diesen ganzen Corporate Value Bullshit.
00:02:50: Einige in der Runde halten zu Sullivan andere zur Buhheit.
00:02:54: Sullivan schaut auf das Whiteboard.
00:02:56: Dort stehen viele Sätze zu Verantwortung Teamwork Respekt.
00:03:01: Sullivan legt ihre Stirn entfalten.
00:03:04: Okay, ich schreibe es auf!
00:03:07: Don't be evil.
00:03:14: Am Ende des Meetings verlassen die Mitarbeitenden das Café.
00:03:17: Auf dem Whiteboard steht noch immer eine ganze Liste mit Vorschlägen Aber alle diskutieren über einen Satz Don't Be Evil verbreitet sich im Unternehmen wie ein Lauffeuer Ein Versprechen dass perfekt zu diesem jungen Unternehmen passt Technisch brillant idealistisch überzeugt davon, anders zu sein als die alten Konzerne.
00:03:38: Doch genau dieser Satz wird Google für immer verfolgen.
00:03:44: Von nun an wird der Konzern an einem Maßstab gemessen den er sich selbst gesetzt hat – nicht böse zu sein!
00:03:52: Und je größer Google wird, desto schwieriger wird es dieses Versprechen zu halten.
00:04:10: Ich bin Marc-Ben Poch und das ist Imperium.
00:04:14: Die Google Story von Studio J. In der letzten Folge haben Larry Page und Sergey Brinn an der Stanford University eine Suchmaschine entwickelt, die besser war als alles was es damals gab.
00:04:41: Google.
00:04:43: Doch niemand wollte ihre Idee kaufen!
00:04:46: Also gründen die beiden wiederwillig ein eigenes Unternehmen mit improvisierten Servern, bildigen Festplatten und einer großen Vision.
00:04:55: Eine erste Finanzspritze bringt Google vom Studentenwohnheim ins Erste Büro.
00:05:01: Page und Brin stellen ein hoch angesehenes Team zusammen, um bauen eine Suchmaschine die sich rasend schnell herum spricht.
00:05:08: Doch das Geld ist bald aufgebraucht!
00:05:11: Um weiter wachsen zu können müssen sie den Investoren etwas versprechen dass ihnen zutiefst wieder strebt.
00:05:17: Sie sollen sich einen erfahrenen CEO suchen.
00:05:24: Jetzt wächst Google schneller denn je aber verdient noch immer kaum Geld.
00:05:29: Die Investoren drängen auf ein Geschäftsmodell.
00:05:32: Page und Bryn suchen auf einem Festival in der Wüste nach einem Chef, dem sie vertrauen können.
00:05:37: Und dann muss Google ausgerechnet mit dem Geld verdienen was die Gründer eigentlich hassen!
00:05:43: Werbung.
00:05:45: Wenig später ist Google so groß dass Sie an die Börse müssen.
00:05:49: Page und Brinn legen sich mit der Wall Street an einem Gegner, der mächtiger ist als Sie denken.
00:05:56: Das ist Folge zwei von vier.
00:05:58: Don't be evil.
00:06:07: Früher hat zweitausend Mountain View, Kalifornien.
00:06:10: In Google's neuer Firmenzentrale in Silicon Valley An diesem Morgen piepen im ganzen Gebäude die Pager der Entwicklerinnen und Entwickler.
00:06:24: Auf den Bildschirmen erscheint überall dieselbe Fehlermeldung Der Crawler ist wieder abgestürzt.
00:06:31: Die Führungskräfte von Google drängen sich in einem Konferenzraum auf dem Tisch Laptops, Kaffeebächer.
00:06:38: Einige Mitarbeiter sehen aus als hätten sie kaum geschlafen.
00:06:43: Was ist es diesmal?
00:06:45: Larry Page kommt herein.
00:06:47: Er wendet sich direkt an den Entwickler Jeff Dean.
00:06:51: Maschine thirty-seven ist ausgefallen, der Index ist tot.
00:06:54: Shit!
00:06:56: Der Crawler is das Herz von Google... er krabbelt sozusagen durchs Internet sammelt Webseiten folgt links speichert neue Inhalte.
00:07:05: danach wird daraus der Index gebaut dass riesige Verzeichnis in dem google sucht.
00:07:11: Doch seit Wochen stürzen die Rechner von Google immer wieder ab.
00:07:15: Page fährt sich über das Gesicht.
00:07:18: Wie viel haben wir verloren?
00:07:20: Alles seit dem letzten Durchlauf, Wir müssen von vorne anfangen.
00:07:25: Für Google ist es eine Katastrophe Wenn der Index nicht aktualisiert wird.
00:07:30: sieht die Suchmaschine neue Webseiten nicht Neue Dokumente, neue Nachrichten, neue Links für Google existieren sie dann nicht?
00:07:39: Die Nutzenden suchen im Internet von gestern oder von vorletzter Woche.
00:07:44: Eine Suchmaschine, die nicht aktuell ist, ist eine Katastrophe.
00:07:48: Früher haben ein paar Maschinen für den Crawl gereicht jetzt brauchen wir allein achtzig Computer.
00:07:53: was willst du damit sagen?
00:07:55: Das Problem ist El Chippo!
00:07:58: El Chipoo so nennen die Mitarbeitenden die Hardware auf.
00:08:01: Google von Anfang an setzt billige Standard-Rechner, Discountfestplatten zusammengebaut zu riesigen Clustern.
00:08:09: Günstig, schnell skalierbar aber störanfällig.
00:08:14: Noch ein Rechner weg?
00:08:15: Neues Equipment kaufen ist keine Option.
00:08:18: dafür haben wir kein Geld.
00:08:20: Wir brauchen einen System das nicht jedes mal abstürzt wenn eine Maschine stirbt So was wie im Videospiel... Was?
00:08:30: Dean setzt sich an seinen Rechners und schreibt etwas Wenn man im Videospiel stirbt, dann wird man wieder am letzten Checkpoint gespaunt.
00:08:38: Wenn ein Server abstürzt, dann sollten die anderen wieder am letzter Speicherpunkt anfangen.
00:08:45: Okay, probieren wir das aus!
00:08:48: Niemand geht heute nach Hause bevor wir nicht eine erste Version haben.
00:08:55: Anfang der zweitausender wächst Google rasant.
00:08:59: Die Suchmaschine gibt es mittlerweile in mehr als zehn Sprachen.
00:09:02: Sie verarbeitet pro Tag rund siebzig Millionen Suchanfragen.
00:09:06: Nur wenige Jahre nach der Gründung wird aus dem Namen der Firma langsam ein eigenes Verb.
00:09:14: Google wird zum offiziellen Suchpartner von Yahoo und liefert die Suchergebnisse vor eines der damals wichtigsten Portale des Internets.
00:09:22: Dadurch erreicht Google plötzlich Millionen Nutzende, die vorher vielleicht nie direkt auf google.com gegangen werden.
00:09:29: Der Konzern ist inzwischen aus dem kleinen Büro in Palo Alto in einen größeren Bürokomplex gezogen.
00:09:36: Das Gebäude ist noch viel zu groß für die weniger als zweihundert Mitarbeitenden, aber Page und Brinn denken immer in exponentiell wachsenden Maßstäben.
00:09:45: Doch die Crawler-Krise zwingt Google seine Technik neu zu denken.
00:09:49: Bis dahin hatte die Firma ihre Infrastruktur vor allem mit billiger Standardtatwehr aufgebaut – keine teuren High-End-Maschinen von großen Herstellern sondern tausende günstige Rechner & Festplatten intern spöttisch El Chippo genannt!
00:10:05: hat aber einen Preis.
00:10:07: Die Geräte fallen ständig aus!
00:10:13: Aus dieser Schwäche entsteht eine technische Philosophie, die Google prägen wird.
00:10:19: Ausfälle sollen nicht um jeden Preis verhindert sondern eingeplant werden.
00:10:23: Überragende Software soll mangelhafte Hardware ausgleichen.
00:10:28: Wenn eine Festplatte stirbt darf nicht das ganze System ausfallen.
00:10:32: Die Software muss Fehler antizipieren, Daten mehrfach speichern und Prozesse dort fortsetzen wo sie abgebrochen sind.
00:10:41: Aus dieser Logik entsteht später das Google File System eines der technischen Fundamente von Googles Aufstieg.
00:10:49: Damit verschafft sich Google einen entscheidenden Vorteil.
00:10:53: Während andere Firmen auf teure Spezial-Hardware setzen lernt Google mit vielen günstigen Rechner schneller und billiger zu wachsen.
00:11:01: Die Überlegenheit der Suche hängt nun nicht mehr nur am Algorithmus, sondern auch an der Infrastruktur dahinter.
00:11:09: Doch so schnell Google auch wachsen mag – das Unternehmen verdient noch immer so gut wie kein Geld und hat auch kein Geschäftskonzept!
00:11:16: Das Unternehmen finanziert sich noch immer aus der anfänglichen Finanzspritze von über twenty-fünf Millionen Dollar.
00:11:22: Und die Investoren werden langsam ungeduldig, weil sie beiden Gründer sich schon vor Monaten einen erfahrenen CEO suchen sollten….
00:11:37: Anfangs-Mountainview, Kalifornien.
00:11:42: In einem Konferenzraum bei Google sitzen Larry Page und Sergey Brinn vor einem Telefon.
00:11:48: Beide sind angespannt.
00:11:50: Bist du bereit, Larry?
00:11:51: Ja?
00:11:58: Ja Michael!
00:11:59: Und John hier?
00:12:01: Zugeschaltet sind die beiden wichtigsten Investoren von Google.
00:12:05: Michael Moritz vom Sequire Capital und John Durr von Kleiner Perkins.
00:12:11: Sergey Brin lehnt sich zum Telefon auf dem Tisch.
00:12:14: Hi, danke dass ihr Zeit habt.
00:12:17: Was gibt's ja gay?
00:12:19: Wir wollten euch sagen wir haben lange darüber nachgedacht.
00:12:23: Wir machen es selbst.
00:12:25: was genau google führen?
00:12:27: wir brauchen keinen ceo.
00:12:30: Ist das euer ernst?
00:12:31: Wer kennen das produkt besser als jeder andere Larry?
00:12:35: Als wir euch vor fast zwei jahren twenty millionen dollar gegeben haben war die abmachung klar.
00:12:41: Brinnon Page tauschen einen Blick aus, während Michael Moritz Stimme aus dem Lautsprecher dröhnt.
00:12:47: Die Abmachung war, dass ihr euch einen erfahrenen CEO sucht?
00:12:52: Ja haben wir ja versucht aber es gibt einfach niemanden der wirklich passt.
00:12:55: Sage bitte denkt ihr wir sind bescheuert.
00:12:58: Michael las uns in Ruhe darüber reden.
00:13:01: nein John es reicht mir!
00:13:03: Ihr beiden verdient seit zwei Jahren quasi kein Geld Habt immer noch kein Geschäftsmodell und gleichzeitig tut ihr so, als wärt er die schlausten Menschen im Silicon Valley.
00:13:12: Mr.
00:13:12: Moritz... Sequire hat in Google investiert weil wir an die Technologie glauben aber auch unsere Geduld hat Grenzen!
00:13:19: Wenn Ihr in den nächsten Wochen keinen ernsthaften CEO habt dann ziehen wir unser Geld zurück Aber dann wäre Google Pleite?
00:13:26: Das ist mir klar!
00:13:28: Aber ich lasse mich nicht länger hinhalten.
00:13:30: Tschüss Michael Moritz liegt auf.
00:13:33: Brinn & Page schauen sich mit Ernstermine an Doch John Dörr ist noch in der Leitung.
00:13:40: Sage, Larry?
00:13:43: Ja ... Ich verstehe, dass ihr euch nichts vorschreiben lassen wollt.
00:13:47: Aber ihr glaubt doch an Daten!
00:13:49: An Fakten!
00:13:50: Ja?
00:13:52: Wir machen eine Tour durch Silicon Valley und danach entscheidet ihr, ob ihr keinen CEO braucht.
00:14:04: Nach dem Ultimatum lässt das Silicon Valley-Uhrgestein John Dört seine Kontakte spielen.
00:14:09: Er organisiert für Page & Print eine Art Promi-Tour des Silicon Valley.
00:14:15: Page and Print sprechen mit Legenden der Techwelt Apple gründerstief Jobs, Intel Manager Andy Grove Amazon Gründer Jeff Bezos und Microsoft Gründter Bill Gates.
00:14:27: Für Page&Print ist das ein Experiment.
00:14:30: Sie sammeln Daten.
00:14:31: sie testen ihre Annahme dass Google keinen erfahrenen Chef braucht.
00:14:37: doch langsam verändert sich etwas.
00:14:40: Die beiden begreifen, ein CEO muss nicht zwangsläufig ein Konzernbürokrat sein.
00:14:46: Es gibt Gründer und Manager die einen Unternehmen leiten können ohne Innovationen Freiheit und Vision im Keim zu ersticken.
00:14:53: Also kehren Page & Brinn zu Dörr zurück.
00:14:56: Sie wollen doch gerne einen CEO für Google!
00:15:00: Dörrr ist erleichtert bis er hört das für Page&Brinn.
00:15:03: dafür nur eine Personenfrage kommt Steve Jobs.
00:15:08: Für die Investoren ist das keine Lösung sondern der nächste Beweis, wie schwierig die beiden Google-Gründer sind.
00:15:15: Steve Jobs hat alle Hände voll zu tun um Apple zu führen – er ist eine Ikone!
00:15:21: Aber ein Kontrollfreak….
00:15:23: Er kann unmöglich CEO von Google werden.
00:15:31: Dörr versucht also jemand Anderen zu finden und dann fällt ein Name … Eric Schmidt.
00:15:38: Schmidt isst kein typischer Geschäftsmann, sondern selbst promovierter Informatiker und Veteran des Silicon Valley.
00:15:46: Er versteht Technik und er versteht Unternehmen.
00:15:50: Für Page & Brinn ist das schon mal ein Pluspunkt, wenn schon ein CEO dann keiner der Mobilanzen liest sondern jemand der mit ihnen über Systeme Skalierung und Code sprechen kann.
00:16:03: doch damit ist Schmidt noch lange nicht akzeptiert.
00:16:06: Page und Brinn wollen wissen ob er wirklich zu Google passt?
00:16:10: Ob er ihre Kultur versteht Ob er die Mischung aus Genie, Chaos und Trotz aushält.
00:16:17: Oder ob er nur ein weiterer Spießer im Anzug ist.
00:16:21: Also muss Eric Schmidt seinen eigentlichen Test bestehen bei einem unkonventionellen Bewerbungsgespräch.
00:16:47: Sommer-Sommer-Jubiläum in Bundesstaat Nevada.
00:16:51: Mitten in der Wüste ist vor ein paar Tagen eine provisorische Stadt entstanden – das Burning Man Festival Mit Wohnmobilien, selbst gebauten Fahrzeugen, Kunstinstallationen und tausenden Menschen.
00:17:04: Page & Bryn stehen am Rande einer Bühne mit verspiegelten Brillen und Tüchern mit psychedelischen Mustern im Gesicht.
00:17:12: Das könnte er sein!
00:17:13: Der mit dem Zylinder?
00:17:15: Tatsächlich das ist er.
00:17:18: Auf einem klapprigen Fahrrad kommt ein Mann auf sie zugefahren.
00:17:22: Er isst Mitte firtzig also rund zwanzig Jahre älter als Page&Bryn.
00:17:27: Hochgewachsen, akkurate Haarschnitts kleine Runde Brille.
00:17:30: Auf dem Kopf trägt er einen goldenen Zylinder am Körper eine schillernde Weste mit dutzenden kleinen Spiegeln.
00:17:38: Es ist Eric Schmidt.
00:17:41: Hallo!
00:17:41: Schön dass du gekommen bist Tolle Weste.
00:17:43: John hat uns erzählt das du auch seit Jahren zum Burning Man gehst Und es wolltet ihr mit eigenen Augen sehen Ja?
00:17:49: So ungefähr Schaut mal An den Dreien fährt ein großer Feuerspuppender Octopus vorbei.
00:17:58: Schmidt greift in seinen Rucksack und holt eine Flasche und ein paar Pappeche heraus.
00:18:04: Wollen wir was trinken?
00:18:06: Ja, gerne!
00:18:08: Eric Burning Man ist für uns mehr als ein Festival.
00:18:12: Es geht darum, was Menschen bauen wenn man ihnen Freiheit gibt.
00:18:15: Gemeinschaft Experimente Keine Hierarchie.
00:18:19: Und so soll es auch bei Google sein.
00:18:21: Genau Wir wissen dass du ein ausgezeichneter Informatiker bist.
00:18:25: Das ist wichtig.
00:18:25: aber das ist nicht die eigentliche Frage Sondern Wie funktionierst du in einem Team, indem gute Ideen wichtiger sind als Titel und Ego?
00:18:35: Ihr wollt also wissen ob ich euch machen lassen werde.
00:18:38: Auch das!
00:18:40: Ich war auch mal ein guter Entwickler und was ich seitdem gelernt habe... Gute Ideen brauchen Freiheit aber sie brauchen auch eine Struktur.
00:18:48: Ähm..Struktur.
00:18:49: Ich stelle mir das vor wie beim Basketball.
00:18:52: Ihr beide rennt so schnell wie möglich über den ganzen Platz und versucht zu punkten Und ich bleibe einfach rund am Korb stehen und hole für euch die Rebounds.
00:19:00: Ähm, was ich damit sagen will?
00:19:03: Ihr habt die Ideen... Ich kümmere mich darum dass ihr sie umsetzen könnt!
00:19:07: Uh huh.
00:19:08: Page & Brinn nicken nachdenklich und trinken aus ihren Pappbechern.
00:19:13: Aber was anderes?
00:19:15: Seid ihr schon mal nackt Fahrrad gefahren?
00:19:17: Nein?
00:19:17: Nee Na dann Zeig doch mal wie unspießig ihr wirklich seid.
00:19:30: Paige und Bryn finden einen CEO, der anders ist als sie befürchtet hatten.
00:19:36: Eric Schmidt kommt nicht um Google zu zähmen.
00:19:40: Er lässt den Gründern erstaunlich viel Freiheit.
00:19:42: Er isst fast wie ein Doktorvater für seine beiden Doktoranden.
00:19:47: Für den Moment sind die Investoren zufrieden – Google hat endlich einen erwachsenen Aufpasser!
00:19:53: Aber die eigentliche Prüfung beginnt erst jetzt.
00:19:56: Denn Google muss jetzt Geld verdienen, profitabel werden Und das ausgerechnet mit etwas, dass Page und Brynne hassen.
00:20:04: Werbung Januar zwei tausendzwei Google's Hauptquartier in Mountain View.
00:20:18: In einem gläsernen Konferenzraum sitzten eine Handvoll Entwickler zusammen mit Larry Page.
00:20:23: Vorne steht der neue CEO Eric Schmidt vor einem Whiteboard.
00:20:28: Seine Hemdsärmel sind hochgekrempelt In der Hand hat er einen Filzstift.
00:20:34: Das ist unser Problem.
00:20:36: Er schreibt eine Zahl an die Tate Dann noch eine.
00:20:45: Millionen Menschen nutzen Google jeden Tag, aber wir verdienen daran viel zu wenig.
00:20:50: Eric, wir schalten trotzdem nicht mehr Werbung.
00:20:53: Larry Page sitzt am Tisch, blass konzentriert.
00:20:57: Das schaut jedoch die anderen Werbeportale an.
00:20:59: Yahoo!
00:21:00: MSN?
00:21:01: AOL?
00:21:02: Überall Banner?
00:21:03: Pop-ups alles blinkt.
00:21:05: Google dagegen ist weiß minimalistisch.
00:21:08: schnell Larry, ich verstehe das?
00:21:10: Aber wir müssen uns irgendetwas überlegen.
00:21:12: Ich hasse Werbung!
00:21:15: Am Ende des Tisches sitzt Eric Wiech einer der Ingenieure Hochgewachsen blonde Haare.
00:21:22: Er schaut zu Schmidt Sehr gut Da bist du hier nicht der Einzige.
00:21:26: Nein ernsthaft Werbung nervt weil sie meistens nichts mit dem zu tun hat was man gerade will.
00:21:32: Wenn ich nach Angelrouten suche und mir wird Werbung angezeigt für... Was weiß ich?
00:21:37: Coca Cola Dann nervt mich dass Das lenkt mich ab.
00:21:41: Aber wenn ich eine Anzeige für einen Angel-Shop in meiner Nähe sehe, mit genau der Angel die ich suche... Dann ist das etwas anderes!
00:21:49: Dann ist es fast ein Suchergebnis.
00:21:51: Fast nur dass wir dafür bezahlt werden.
00:21:55: Larry Page lehnt sich mit großen Augen zu Beach.
00:21:58: Er versteht sofort worauf er Entwickler hinaus will.
00:22:02: Das heißt du willst Werbung ranken?
00:22:05: Ja Bisher war es ja so, wer am meisten zahlt dessen Werbung steht ganz oben.
00:22:09: Stattdessen sollten wir die Anzeigen sortieren!
00:22:13: Welche Anzeige passt zur Suche?
00:22:15: Welche klicken die Leute an?
00:22:16: Welches Nützeln?
00:22:17: Moment moment!
00:22:19: CEO Schmidt schaltet sich wieder ein.
00:22:22: Das heißt wenn ein großer Sportartikelhändler mehr Geld bietet als der kleine Angel Shop zeigen wir trotzdem den Angel Shop.
00:22:31: Wenn der Angel Shop relevanter ist Ja Und wie berechnen wir was die Anzeige kostet, wenn wir vorher den Unternehmen gar nicht garantieren können dass sie ganz oben stehen?
00:22:43: Weech nimmt Schmidt den Stift aus der Hand und zeichnet zwei Spalten.
00:22:49: Gebot... ...und Qualität!
00:22:52: Vielleicht durch eine
00:22:53: Auktion?!
00:22:55: Man könnte die Unternehmen vorher auf Keywords bieten lassen zum Beispiel Angelhut und jedes Mal wenn jemand nach einem Angelhuts sucht läuft automatisch eine Aktion.
00:23:05: Google berechnet welche Anzeigen passen Welche werden am meisten angeklickt?
00:23:10: Bei jeder einzelnen Suchanfrage.
00:23:12: Das wären Millionen Auktionen am Tag, in Echtzeit!
00:23:16: Ja?!
00:23:17: Was ist da so kompliziert?
00:23:18: Larry was sagst du?
00:23:20: Es wäre vielleicht wirklich gute Werbung... Na gut probieren wir's aus!
00:23:31: Aus dieser Idee entsteht ein neues Werbekonzept für Google namens AdWords Select.
00:23:39: Nach außen verändert sich erst mal nicht viel.
00:23:41: Google bleibt Google Weiße Seite, buntes Logo.
00:23:45: Neben den eigentlichen Suchergebnissen erscheinen schlichte Textanzeigen Aber unter der Oberfläche baut Google etwas völlig Neues.
00:23:54: Der Konzern verkauft nicht mehr einfach Werbeplätze.
00:23:57: Google entwickelt eine Maschine die Werbung in Echtzeit versteigert Bewertet und sortiert Nicht nur nach Geld sondern auch nach Relevanz.
00:24:09: Ein Beispiel Wenn jemand Anwalt googelt ist das noch ziemlich allgemein.
00:24:15: Aber wenn jemand Autounfall Anwalt in Nürnberg sucht, kann für eine spezialisierte Unfallkanzlei so ein Klick sehr wertvoll sein!
00:24:25: Sie wird also verhältnismäßig viel Geld auf diese Keywords bieten.
00:24:31: Sucht also jemand nach diesen Keywords wird im Sekundenbruchteilen einer Auktion durchgeführt – die Gebote verglichen aber auch gecheckt welche Kanzlei am besten zu der Suchanfrage passt?
00:24:43: Das soll Werbung sein die nicht evil ist.
00:24:47: Für Werbekunden ist das revolutionär.
00:24:49: Früher haben vor allem große Unternehmen teure Kampagnen gebucht, jetzt kann plötzlich auch ein kleiner Blumenladen einen Architekt oder einen Angelshop ein paar Suchbegriffe auswählen eine kurze Anzahl geschrieben und selbst festlegen wie viel ihm ein Klick wert ist.
00:25:05: Bezahlen müssen sie nur wenn wirklich jemand auf ihre Anzeige klickt.
00:25:10: Google macht damit Millionen Kleinunternehmen zu Werbekunten.
00:25:18: Mit AdWords findet Google sein Geschäftsmodell.
00:25:22: Die Suche bleibt kostenlos, die Nutzer zahlen nicht mit Geld sondern mit ihrer Aufmerksamkeit und die Umsätze schießen nach oben.
00:25:31: Google verdient es noch knapp US dollar mit Werbung auf den eigenen Seiten.
00:25:38: Ein Jahr später sind das schon mehr als US dollars.
00:25:46: Das wären heute um die Euro.
00:25:50: Aus der Suchmaschine wird eine Gelddruckmaschine.
00:25:55: Google wird damit profitabel!
00:25:57: Die Geldsorgen von Page und Brin sind endgültig gelöst, aber die beiden versuchen den Erfolg möglichst lange geheim zu halten.
00:26:05: Die Konkurrenz soll nicht verstehen wie viel Geld sich mit kleinen Textanzeigen neben Suchergebnissen verdienen lässt.
00:26:12: Doch das Wachstum lässt sich schnell nicht mehr verstecken.
00:26:15: Google ist mittlerweile so groß, dass sie gesetzlich dazu verpflichtet sind ihre Unternehmenszahlen öffentlich zu machen.
00:26:22: Außerdem wollen die Risikokapitalgeber und auch Mitarbeitende ihre Google-Anteile endlich zu Geld machen!
00:26:29: Damit steht für die beiden ehemaligen Doktoranden der nächste Schritt an – Der Gang An Die Börse Etwas das Page & Brin eigentlich vermeiden wollten.
00:26:38: Denn ein Börsengang bedeutet Banken Investorinnen Und Analyssten die Quartalszahlen sehen wollen.
00:26:45: Und genau diese Logik lehnen sie ab.
00:27:05: August, in New York an der Wall Street.
00:27:10: Larry Page sage Brinn und Eric Schmidt sind seit Tagen auf einer Art Roadshow.
00:27:16: Sie reisen von Stadt zu Stadt vom Konferenzraum zur Konferenzraum um Investoren von Google's Börsengang zu überzeugen.
00:27:24: Ein Börsengang den Page und Brinn eigentlich nicht wollen!
00:27:30: In einem Konferenzraum sitzen Investoren in dunklen Anzügen.
00:27:35: Eric Schmidt stellt seinen Laptop auf den Tisch, Page und Brinn setzen sich daneben.
00:27:40: Sie wirken viel am Platz.
00:27:42: Schmidt blickt in die Runde.
00:27:45: Ladies and gentlemen!
00:27:46: Ich bin sicher, sie haben Fragen ... Allerdings?
00:27:50: Ein älterer Fondmanager am Kopfende des Tisches klappt die Unterlagen zum Börsengang auf, darunter auch ein offener Brief der beiden Gründer.
00:27:58: Viele Stellen sind gelb markiert.
00:28:01: Sie schreiben hier gleich am Anfang, Google ist kein konventionelles Unternehmen und will auch keines werden.
00:28:08: Was soll das heißen?
00:28:10: Sergey Brin antwortet als Erster, dass wir auch keinen konventionellen Dorsengang wollen.
00:28:16: Ja!
00:28:16: Das habe ich gesehen.
00:28:18: Eine Auktion.
00:28:20: Ist das ihr Ernst?
00:28:22: Ja Ein bisschen wie bei unseren Anzeigenaktionen Nicht nur die Lieblingskunden der Bankensäulen-Aktien bekommen.
00:28:29: Jeder Investor soll eine faire Chance haben.
00:28:32: Normalerweise legen vor einem Börsengang die Banken einen Preis fest und verteilen die ersten Aktienpakete an ausgewählte Investoren.
00:28:41: Google will es anders machen, der Preis soll über eine Auktion entstehen.
00:28:45: Das soll demokratischer sein und gibt der Wall Street weniger Kontrolle.
00:28:50: Eine Benkerin schaltet sich ein.
00:28:53: Sie haben eine ungewöhnliche Aktienstruktur.
00:28:56: Für Investoren gibt es A-Aktien mit einer Stimme pro Aktie.
00:29:00: Für die beiden Gründer und die Führungskräfte gibt es B-Aktien mit zehn Stimmen pro Aktie.
00:29:06: Damit haben die Investoren faktisch kein Mitbestimmungsrecht.
00:29:09: Das soll Google vor einer feindlichen Übernahme schützen?
00:29:12: Oder es schützt sie vor ihren Aktionären!
00:29:15: Für mich sieht das so aus, als sollen die Investuren ihr Geld geben dürfen aber nicht mitbestimmen.
00:29:20: Nicht besonders demokratisch.
00:29:23: Schmidt blickt kurz zu Page & Brynn.
00:29:25: Sie wussten dass dieser Termin schwierig wird... ...aber nicht so schwierig.
00:29:30: Dann schreiben sie hier noch.
00:29:32: Don't be evil!
00:29:35: Was soll das heißen, dass alle anderen böse sind?
00:29:39: Naja einige Unternehmen verfolgen unsere Ansicht nach die falschen Ziele und die wären Profit Gewinn um jeden Preis.
00:29:50: Deswegen werden wir auch keine Quartalsprognosen geben damit wir nicht wie jedes andere Unternehmen dem profit hinterherlaufen.
00:29:58: Das heißt, Sie wollen keine Gewinne machen.
00:30:01: Wenn es ein Interesse der User ist, werden wir auch auf Gewinnen verzichten.
00:30:06: Das sollte allen Investoren bewusst sein!
00:30:10: Mr.
00:30:10: Brinn... Sie geben keine Prognosen?
00:30:13: Sie geben uns kaum Stimmrechte und sie treten mit einer moralischen Gewissheit auf die bemerkenswert ist.
00:30:22: Verstehen Sie warum das hier nicht besonders gut ankommt?
00:30:26: Page schaut zu Brinn.
00:30:28: Brinn sagt nichts.
00:30:31: Hören Sie!
00:30:33: Wenn sie eine Auktion machen wollen, dann machen sie eine verdammte Auktions.
00:30:38: Aber hören Sie wenigstens auf die Leute... ...die das hier schon mal gemacht haben?
00:30:46: Der Börsengang von Google wird zu einem Kulturkampf.
00:30:50: Google gegen die Wall Street.
00:30:53: Im Zentrum steht ein Brief den Page und Brinn an die zukünftigen Aktionärinnen und Aktionäre schreiben.
00:31:00: Es ist kein normaler Brief sondern eher ein Manifest.
00:31:04: Darin legen sie Don't Be Evil als Firmenmotto fest.
00:31:08: Bisher war der Slogan ein durch Zufall entstandener Spruch, Google will öffentliches Geld einsammeln, aber möglichst wenig Kontrolle abgeben.
00:31:39: Google will an die Börse – aber ohne die üblichen Rituale der Wall Street!
00:31:47: Anfangs peilt Google einen Preis zwischen hundred-acht und hundertunddreißig Dollar pro Aktie an.
00:31:53: Damit wäre Google aus dem Stand über dreißig Milliarden Dollar wert und eines der wertvollsten Internetunternehmen der Welt.
00:32:00: Doch je näher der Börsengang rückt, desto schlechter wird die Stimmung.
00:32:04: Die Technologie Börsen NASDAQ ist seit Jahresbeginn gefallen.
00:32:09: Viele Investorinnen und Investoren halten den Preis für überzogen, und die Banken warnen vor der Auktion, unerfahrene Anlegerinnen und Anlegers könnten dem Preis nach oben treiben – und die Aktie könnte nach dem Start schnell wieder abstürzen!
00:32:23: Und dann kommt eine Meldung, die besonders schlecht zu Googles moralischem Anspruch passt….
00:32:28: Von den ursprünglich angebotenen, vierundzwanzig-kommal sechs Millionen Aktien sollen zehn Komma fünf Millionen von Insidern verkauft werden.
00:32:37: Auch von Larry Page und Sergey Brin persönlich.
00:32:40: Es wirkt so als wollen ausgerechnet die Gründer selbst ihre Anteile zu Geld machen.
00:32:46: Zum ersten Mal wird ihnen etwas vorgeworfen dass sie wohl besonders trifft.
00:32:50: Sie seien gierig.
00:32:57: Google kann gegen diese Fluteauskritik kaum etwas ausrichten.
00:33:01: Der Konzern befindet sich in der in den USA gesetzlich vorgeschriebenen Quiet Period.
00:33:07: Vor einem Börsengang darf Google nur eingeschränkt öffentlich über sich sprechen, um den Markt nicht zu beeinflussen.
00:33:14: Doch dann wird alles noch schlimmer.
00:33:17: Wenige Tage vor dem Börsengang erscheint ein peinliches Interview von Page und Bryn im Playboy.
00:33:24: Geführt wurde es Monate zuvor noch vor der Quiet Period – aber veröffentlicht wird das genau jetzt!
00:33:31: Und plötzlich wirkt es, als würden die beiden Gründer ihr gesetzliches Schweigen brechen.
00:33:36: Ausgerechnet im Playboy!
00:33:39: Der Börsengang droht zum Fiasco zu werden.
00:33:42: Die Roadshow läuft schlecht – die Glaubwürdigkeit von Page und Bryn ist mehr als angekratzt.
00:33:48: Viele Investorinnen und Investoren bieten bewusst unterhalb der anvisierten Preisspanne.
00:33:53: Google muss reagieren.
00:33:55: Statt mindestens US dollar soll die Aktie jetzt nur noch US dollar kosten?
00:34:01: Google wollte mit dem Börsengang Unabhängigkeit demonstrieren.
00:34:05: Jetzt wird daraus eine Zitterpartie!
00:34:37: Larry, du solltest etwas essen.
00:34:42: Keinen Hunger!
00:34:44: Page trägt einen steifen dunklen Anzug den er erst kurz vorher gekauft hat.
00:34:49: Die Krawatte ist zu eng.
00:34:51: In wenigen Minuten muss Page die Glocke läuten Dann wird Google offiziell an der Börse sein.
00:34:56: Ah, Mr.
00:34:57: Page – Der Mann der Stunde.
00:35:00: Jetzt kommen der Chef der Børse und andere Investoren auf ihn zu Breites Lächeln fester Händedruck.
00:35:07: Plötzlich sind alle freundlich.
00:35:09: Glück und Schäute ist ein großer Tag.
00:35:13: Ja, danke!
00:35:14: Wir werden sehen was passiert.
00:35:17: Aber sagen Sie mal... Wo ist denn Ihr congenialer Partner?
00:35:20: Sergei Brin.
00:35:22: Sergei in Kalifornien.
00:35:25: Es gibt noch ein Problem mit dem Code.
00:35:27: Sie wissen ja, Google schläft nie.
00:35:30: Verstehe Der Börsenchef und seine Gefolgschaft gehen weiter.
00:35:35: Paige lächelt schmal.
00:35:36: Er schaut Eric Schmidt an.
00:35:39: Beide wissen, Sergei Brinn ist nicht wegen eines Notfalls in Kalifornien geblieben.
00:35:44: Er hatte keine Lust zu kommen und wollte lieber Zuhause ein bisschen rumkoden wie er selbst sagt ausgerechnet beim eigenen Börsengang.
00:35:54: Ich bin einfach froh wenn das alles vorbei ist.
00:35:57: Er stellt seine leere Kaffeetasse auf das Buffet lehnt sich an den Tisch.
00:36:01: Es müsste er sich einem moment irgendwo festhalten Larry.
00:36:08: Ja?
00:36:09: Steh mal kurz auf und drehe dich um.
00:36:13: Page dreht sich langsam.
00:36:15: An der schwarzen Anzukose von Page klebt ein großer weißer Fleck am Hintern.
00:36:21: Er hat sich in einen Teller Creme Fresh gesetzt.
00:36:25: Oh Gott Hier, eine Serviette.
00:36:28: Auch die Kellnerinnen und Kellner bemerken die Szene
00:36:32: Bringt Wasser bitte!
00:36:33: Und Servietten.
00:36:35: Plötzlich stehen mehrere Menschen um Larry Page herum.
00:36:39: Eine Kellnerin tupft mit Servietton an seiner Hose Ein Börsen-Mitarbeiter reicht Wasser, ein Investor schaut demonstrativ weg.
00:36:47: Paige steht mitten im Raum und direkt resigniert seinen Po aus.
00:36:52: Er dreht sich zu Eric Schmidt.
00:36:54: Heute geht wirklich alles schief!
00:36:56: Keine Sorge der Tag kann nur besser werden.
00:37:00: Nimm es rüber, es geht los.
00:37:03: Paige zieht sein Jackett glatt.
00:37:05: Schmidt nimmt seinen Laptop die Männer verlassen in Frühstücksraum und gehen Richtung Börsensaal.
00:37:17: Nach Wochen voller Panen, Kritik und Zweifel ist Google endlich an der Börse.
00:37:22: Die Aktie startet schwach aber steigt dann schnell.
00:37:26: Am Ende schließt sie bei um die einhundert Dollar pro Aktie mehr als die Anvisierten von unachtzig Aber weniger als der ursprüngliche Preis von onehundert drei bis einhundhalb und dreißig dollar.
00:37:39: Larry Page und Seige Brinn werden damit über Nacht zu Milliardären.
00:37:44: Ihre Aktien sind nach dem ersten Tag jeweils etwa drei Komma acht Milliarden Dollar wert.
00:37:49: Das wären heute über fünf Milliarden Euro pro Person.
00:37:53: Ihr anfängliches Uni-Projekt ist jetzt ein Börsennotiertes Unternehmen, aber für die beiden ist es kein Triumph Denn sie ahnen bereits dieses Geld wird Google verändern.
00:38:06: Mit Investoren Öffentlichkeit und im eigenen Anspruch in Nacken wird ihre Mission immer schwieriger Die Welt verändern Ein Milliarden schweres Unternehmen führen und trotzdem nicht evil werden.
00:38:25: Das war Folge zwei von vier, von Imperium Die Google Story von Studio J Wenn du mehr erfahren willst über Google empfehlen wir dir das Buch In The Plex von Steven Levy.
00:38:40: Ein Hinweis zu den Dialogen die Du gehört hast Wir wissen natürlich nicht genau was gesprochen wurde.
00:38:45: Alle Dialoge basieren nach bestem Wissen auf unseren Recherchen.
00:38:50: Ich bin Marc-Ben Poch
00:38:51: Und ich bin Aline Staskowiak.
00:38:54: Kilian Matsurek hat die Folge geschrieben für Studio J, ProducerInnen Philippa Halder und Antoine Wendels.
00:39:03: Executive Producer Janis Gebhardt.
00:39:06: Das Sounddesign hat Lukas Leibiger gemacht gemischt von Fabien Klinke.
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